ollte man das selbstbewusstsein, die sichtbarkeit, kooperationsfähigkeit, qualität und den marktwert von comic-schaffenden erhöhen, war es immer schon ein probates mittel, ihnen periodische präsentationsplattformen, möglichst im print-bereich, zu bieten. der erfolg der französischen comicszene seit den 1960ern ist zum großen teil "ermöglichern" wie asterix-mastermind rené goscinny und seinem erfolgreichen comic-magazin
pilote (1959-1986) zu verdanken, wie auch ende des 19. jahrhunderts comics durch serien in renommierten tageszeitungen ihren siegeszug durch die usa angetreten hatten. dass comics im gesamten deutschen und vor allem österreichischen sprachgebiet nie so kulturrelevant wurden wie im frankobelgischen oder englischsprachigen raum, liegt nicht nur am zweiten weltkrieg, dessen folgen oder gar an einem mangel an talenten. vor allem die fehlenden, regelmäßigen publikationen (meist aufgrund fehlender produktionsmittel) und das kreative sich-an-einander-messen waren und sind negativ bedeutsam dafür, wenngleich sich diese situation durch die ständig perfekter werdenden möglichkeiten der selbstdarstellung im internet ein wenig entschärft und vor allem glücklicherweise internationalisiert hat. nichts desto trotz kann auch der beste monitor das haptisch-sinnliche erlebnis eines physisch angreifbaren buches nicht vollständig ersetzen, schon allein aufgrund der tatsache, dass man für letzteres keinen strom benötigt.
prequel hat sich daher auf anregung von thomas ballhausen entschlossen, mit der neuen reihe acqa - austrian comics quarterly heimischen comic-künstlerInnen und graphic novelistInnen, deren schaffen eine ausgewogene, hochqualitative mischung aus inhalt und form bietet, ein dreimal im jahr erscheinendes, thematisch lose vorgegebenes periodikum im vierfarbendruck und mit hohen eigenansprüchen an layout und verarbeitung zur verfügung zu stellen. bei entsprechender finanzierung startet das projekt im sommer 2010.